ÖPNV-Tag 2010 in Würzburg am 08.05.2010
Mainfranken: Eine Region – ein Verkehrsverbund In den 80er Jahren gab es in Mainfranken erste Ansätze für die Realisierung eines Verkehrsverbundes. Es bildete sich die WTV (Würzburger Tarif- und Verkehrsgemeinschaft) für die Stadt und den Landkreis Würzburg. Der vvm (Verkehrsunternehmens-Verbund Mainfranken), das heute vorliegende Konstrukt eines „Verkehrsverbundes“, das bei seiner Gründung im Jahr 2004 noch immer auf die Stadt und den Landkreis Würzburg beschränkt war, wurde bisher lediglich um den Landkreis Kitzingen erweitert; und dies scheinbar nur unter dem Eindruck der Erweiterung des VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg). Doch die Grenzen der Landkreise und Städte entsprechen nicht den Verkehrsbedürfnissen unserer heutigen Zeit. Daher entstanden und entstehen noch immer überall in Deutschland Verkehrsverbünde, die ganze Regionen umfassen, und das nicht nur im Bereich von Großstädten und Ballungsgebieten. In Unterfranken fehlt aber nach wie vor ein umfassendes Konzept zur Einbindung der Landkreise und kreisfreien Städte in der Region. Die Landkreise Aschaffenburg, Bad Kissingen, Haßberge, Main-Spessart, Miltenberg, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt sowie die Städte Aschaffenburg und Schweinfurt gehören mit unter das gemeinsame Dach. Dies fordern die regionalen Verkehrsverbände seit 30 Jahren und stützen sich u. a. auf Empfehlungen der Regierung von Unterfranken. Der Bayer. Untermain (die Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg sowie die Stadt Aschaffenburg) hat inzwischen mit der VAB (Verkehrsgemeinschaft am Bayer. Untermain) seinen eigenen Verbund gegründet, der den Verflechtungen zum Rhein-Main-Gebiet Rechnung trägt. In anderen Regionen Bayerns und Deutschlands ging die Entwicklung von Verkehrsverbünden weitaus schneller voran. Es stellen sich deshalb eine Reihe von Fragen: Warum ist das so? Wo liegen die Vorteile für die Kommunen? Welche Rolle spielen Standortqualität, Verkehrsentlastung, Umweltaspekte? Wo liegen die Vorteile für die Verkehrsunternehmen? Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den öffentlichen Betrieben, den privaten Konzessionären und den Subunternehmern? Wie ist sie gesetzlich und vertraglich geregelt? Welche Vorteile haben die Fahrgäste? Auf alle diese Fragen erwarten wir uns Antworten von unseren Referenten, die sich dankenswerterweise bereiterklärt haben, uns beim ÖPNV-Tag 2010 in Würzburg zu unterstützen. Herr Werner Schreiner, Geschäftsführer der Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH. Herr Jochen Müssig, Leiter des Dezernates 3 Kreisentwicklung, Kultur und Bildung im Landratsamt des Main-Tauber-Kreises. Er wird uns das Konzept und die Erfolge der ÖPNV-Politik des Kreises vorstellen. Er spricht über die Vorteile der ganzheitlichen Betrachtung – Abstimmung und Integration von Bus- und Bahnangeboten sowie begleitenden Maßnahmen aller Art und wird uns die Realisation dieser Konzepte innerhalb des Rhein-Neckar-Verbundes darstellen. Herr Karl-Heinz Betz, Nahverkehrsbeauftragter der Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg. Sein Beitrag zeigt uns das Konzept und die Erfolge der ÖPNV-Politik der beiden Kreise unter der besonderen Berücksichtigung der Bayerischen Rahmenbedingungen am Beispiel von Maintal- und Madonnenlandbahn – Abstimmung und Integration von Bus- und Bahnangeboten und dabei die Integration und Fördermittelseite bei der Verlagerung des Schülerverkehrs zur Schiene. Ein weiteres Augenmerk wird er auf weitere Maßnahmen wie Marketing legen, die Tarifstruktur und das Tarifniveau aufzeigen und die Senkung des Aufwandes bei gleichzeitiger Steigerung der Fahrgastzahlen und Erlöse erläutern. Herr Matthias Lieb vom Landesvorstand des VCD Baden-Württemberg Er betrachtet die Gestaltung eines Verkehrsverbundes aus der Sicht eines Nutzers und zeigt die Vorteile für die Kunden auf. Im Anschluss an die Referate möchten wir den Teilnehmern des ÖPNV-Tages die Gelegenheit geben, Fragen an die Referenten zu stellen. Den Schluss der Veranstaltung haben wir für etwa 15.00 Uhr geplant. Die Veranstaltung im Ratssaal der Stadt Würzburg wird eröffnet mit einem Grußwort des Gastgebers, dem Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, Herrn Georg Rosenthal. Schirmherr ist Herr Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, der durch den Leiter des Bereiches 2 – Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr, Herrn Wolfgang Jäger, vertreten wird.
Wir möchten von ihm wissen wie es gelang, den Verkehrsverbund Rhein-Neckar Zug um Zug auf 24 Landkreise und kreisfreie Städte in drei Bundesländern zu vergrößern.



